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Das Institut für Wirtschaftsrecht der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erhält für die nächsten drei Jahre vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) mehr als 225.000 Euro für eine internationale Studien- und Ausbildungspartnerschaft mit der Universität in Chongqing, China (Southwest University of Political Science and Law in Chongqing).

 

In der „Experimente-Werkstatt Mathematik“ können Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr Mathematik aus ganz neuen, ungewohnten und zugleich spannenden Blickwinkeln kennen lernen und entdecken. Vom 22. Mai bis 13. Dezember 2013 laden erstmals das Institut für Mathematik der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), das Mathematische Institut der Universität Leipzig, der Förderverein Kinder-Forscher e. V. und das Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften gemeinsam dazu ein.

 

Ferienzeit – Zeit für wilde Experimente: Beim ScienceCamp Halle können Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 16 Jahren im August 2013 die Naturwissenschaften einmal anders entdecken. Fernab vom Schulunterricht können sie nach eigenen Interessen und Ideen forschen und experimentieren. Das Angebot der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) wird von der Europäischen Union gefördert. Die Anmeldung ist noch bis zum 14. Mai möglich.

 

Dr. Heiner Schnelling, seit 1996 Direktor der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB) in Halle, wechselt zum 1. Juli 2013 an die Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Er übernimmt die Leitung der dortigen Universitätsbibliothek „Johann Christian Senckenberg“. Als Stellvertreterin des Bibliotheksdirektors in Halle wird weiterhin Dr. Dorothea Sommer Ansprechpartnerin sein.

 

Mitte Mai wird an der Uni Halle wieder weit über die Ländergrenzen hinaus geblickt: Vom 14. bis 16. Mai 2013 feiert die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ihre dritte Internationale Woche. Sie wird erneut durch das Internationale Büro der MLU veranstaltet. Wie im vergangenen Jahr gibt es einen lehrfreien „Dies Internationalis“ – diesmal am 15. Mai. Auf dem umfassenden Programm steht eine globale Themenpalette von Workshops für internationale Studierende über Sprachschnupperkurse bis hin zu Fachdiskussionen.

 

125 Mädchen und Jungen waren am 25.04. dem Zukunftstag an acht Instituten der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) unterwegs. Laborbesuche, ein Gartenrundgang, die erste Blutdruckmessung und Schnuppervorlesungen standen unter anderem auf ihrem Programm.

 

Seit dem Sommersemester 2012 gibt es an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ein neues Studienangebot für Lehramtsstudierende: den Zertifikatskurs „Bilingualer Sachfachunterricht“. Der erste Durchgang des Kurses 2012/13 ist sehr erfolgreich gelaufen: 30 Teilnehmer hatten sich angemeldet, 27 von ihnen erhalten nun ihre Zertifikate. Die Feier zur Übergabe der Zertifikate findet am Mittwoch, 24. April 2013, um 18 Uhr im Hallischen Saal, Burse zur Tulpe, statt. Drei weitere Zertifikate werden zu einem späteren Zeitpunkt übergeben.

Zum 37. Halleschen Wirtschaftsgespräch kommt die Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen Christine Lieberknecht an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Am Montag, 15. April 2013, spricht sie in der Uni-Aula zum Thema "Die soziale Marktwirtschaft: Mehr als eine Wirtschaftsordnung".

 

Stickstoff ist für Wachstum und Entwicklung von Kulturpflanzen unverzichtbar. Um die weiter steigende Weltbevölkerung ernähren zu können, muss daher ausreichend Stickstoff gedüngt werden. Dabei kommt es jedoch zu Verlusten. Ökosysteme werden belastet oder der Treibhauseffekt durch die Freisetzung von Lachgas verstärkt. Eine Möglichkeit diese Verluste zu vermindern sind neue Verfahren der Bodenbearbeitung in Verbindung mit einer direkten Ausbringung von Düngern in den Boden. Die Auswirkungen dieser so genannten „Strip-Till-Verfahren“ untersuchen jetzt Wissenschaftler der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) in einem gemeinsamen Projekt mit mehreren Kooperationspartnern.

 

Vom Baumeister Natur lernen, „Erfolgsmodelle“ kopieren und sie für technische Entwicklungen nutzen – das ist der Grundgedanke der Biomimetik. Vor allem Meerestiere dienen Dr. Filipe Natalio als Inspiration für Innovationen. Der Leiter der neuen „Nachwuchsgruppe für Bioanorganische und Biomimetische Chemie“ der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) ist Hauptautor einer Studie, die jetzt in der aktuellen Ausgabe des renommierten „Science“-Magazins nachzulesen ist.

„Wir sind sehr froh, dass wir unsere Nachwuchsgruppen mit herausragenden jungen Wissenschaftlern besetzen konnten. Das Science-Paper von Filipe Natalio setzt einen Akzent!“, sagt Prof. Dr. Ingrid Mertig, Sprecherin des MLU- Forschungsnetzwerks „Nanostrukturierte Materialien“, zu dem auch die Nachwuchsgruppe von Dr. Filipe Natalio gehört. „Die Gruppe von Filipe Natalio nimmt einen besonderen Platz ein, indem sie mit ihrem Fachgebiet der Biomimetischen Materialsynthese eine Brücke zum Forschungsnetzwerk Biowissenschaften schlägt“, so Mertig.

Biominerale wie Muschelschalen oder Meeresschwämme dienen Biomimetik-Forschern als Vorbild, denn sie besitzen einzigartige wertvolle Eigenschaften. „Schwämme sind zum Beispiel sehr widerstandsfähig und trotzdem beweglich. Sie können Licht leiten und sind Leichtgewichte“, erläutert der Chemiker Natalio. Ihre perfekten Eigenschaften erhalten diese Meeresorganismen durch den Prozess der Biomineralisation. Dabei steuern die Organismen selbst, wie Minerale und organischen Bestandteile sich systematisch so anordnen, dass hochkomplexe Skelettstrukturen entstehen.

Filipe Natalio untersucht, wie es die Organismen schaffen, diese perfekten Strukturen systematisch herzustellen. „Wenn wir verstehen, wie Meerestiere wie Schwämme oder Kieselalgen wachsen, können wir diesen Prozess kopieren und damit neue Materialien entwickeln.“ Diese könnten zum Beispiel künftig in der Medizin als neuartige Knochenimplantate genutzt werden. Im aktuellen Science-Magazin beschreibt der Portugiese die Entwicklung eines neuen Materials, das außergewöhnlich robust und zugleich so biegsam wie Gummi ist. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, wo Filipe Natalio als wissenschaftlicher Mitarbeiter beschäftigt war, bevor er 2012 nach Halle kam.

Als Inspiration dienten den Forschern Glasschwämme, die seit mehr als 500 Millionen Jahren auf dem Meeresgrund leben. Diese Schwämme bestehen aus nadelförmigen Skelettelementen (Spicula), die durch Biomineralisation allmählich aus Kalzit und organischem Kleber (Proteinen) aufgebaut werden. „Diesen natürlichen Entstehungsprozess haben wir nachgeahmt, indem wir im Labor Silikateine zu Kalzit-Nanopartikeln hinzugefügt haben“, erläutert Natalio. Mit Hilfe des Proteins Silikatein bilden einige Schwammarten ihr Skelett.

Die künstlich hergestellten „Nadeln“ ähneln äußerlich ihren natürlichen Vorbildern. Zur Überraschung der Forscher erwiesen sie sich aber als dreimal so robust. Selbst wenn sie im 180-Grad-Winkel zu einem U gebogen werden, überstehen die Nadeln diese extreme Belastung nahezu unbeschadet. Dahinter steckt ein bislang unbekannter Aufbaumechanismus des Biominerals: Die Silikateine wirken wir ein Schmiermittel, das die Kalzit-Nanopartikel miteinander verbindet und zugleich die Elastizität der Struktur erhält (siehe Abbildung). Dem Team um Filipe Natalio ist es gelungen, den natürlichen Bauplan dieses Biominerals zu entschlüsseln und das erste biomimetische Biomineral mit ähnlichen bzw. sogar verbesserten Eigenschaften zu entwickeln.

Das interdisziplinäre Forschungsnetzwerk „Nanostrukturierte Materialien“ ist der Präparation, der Charakterisierung und der Untersuchung der physikalischen und chemischen Eigenschaften von nanostrukturierten Materialien gewidmet. Die dort angesiedelten Nachwuchsgruppen sind ein wichtiges Element der Förderung junger talentierter Wissenschaftler im Forschungsnetzwerk und am Standort Halle. 2012 wurden zwei neue Nachwuchsgruppen eingerichtet, zwei weitere folgen in diesem Jahr.

Über den Autor:
Dr. Filipe Natalio arbeitet seit Dezember 2012 als Leiter der Nachwuchsgruppe für Bioorganische und Biomimetische Chemie am Institut für Anorganische Chemie der MLU. Er wurde 2010 in Mainz mit einer Arbeit über die Herstellung von bioinspirierten Biomaterialien als Knochenersatz mit „summa cum laude“ promoviert. Bereits 2012 wurde seine Studie zu Nanopartikeln, die gegen Algen- und Bakterienbefall im Meerwasser resistent sind, in „Nature Nanotechnology“ publiziert.

Angaben zur Publikation:

„Flexible Minerals: Self-Assembled Calcite Spicules with Extreme Bending Strength“

Autoren: Filipe Natalio, Tomas P. Corrales, Martin Panthöfer, Dieter Schollmeyer, Ingo Lieberwirth, Werner E.G. Müller, Michael Kappl, Hans-Jürgen Butt und Wolfgang Tremel
Erschienen in: Science [15.03.2013]
DOI: 10.1126/science.1216260
online: www.sciencemag.org/content/339/6125/1298

Video zur Science-Publication: www.youtube.com/watch?v=XNleh50Ug_k

BU : Dr. Filipe Natalio mit einigen seiner Forschungsobjekte, darunter auch ein Glasschwamm (ganz links). (Foto: Maike Glöckner)

Quelle: Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg

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